aber wem das Auge seiner Vernunft unlauter ist und vermischet mit zeitlichen Dingen, der mag nicht anschaucn göttlich Wesen; wann „ dem siechen "Auge ist das Licht widerwärtig," als Salomon spricht. Und darum, wer mit zeitlichen Dingen überladen ist, der mag nicht haben ein schauend Leben, wann sein Auge unlauter ist und ungesund. Und darum, wer da will kommen zu schauendem Leben, da das beste Thcil inne liegt, der muss sich zuvor entblösscn von aller zeitlicher Höhung, und sich geben in ein lauter arm Leben: und also kommt er zu dem höchsten Grad der Vollkommenheit. Und wer sich versäumt an einem armen Leben, der versäumt sich auch an einem schauenden Leben: wann Schauen und Armuth stehen auf einem Grad, wann unter allen Dingen sind nicht mehr denn zwei, das ist, Gott und die Creatur: und so man der Creaturen arm ist, so ist man Gottes reich; und der Ncichthum das ist Gott anschauen ohne Mittel, wann alle unsere Seligkeit liegt daran, dass wir Gott erkennen und lieben ohn Mittel der Creaturen.
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Run mögtc man sprechen: Seit nun ein Mensch alle Dinge soll begeben, um das, dass er komme zu einem schauenden Leben, was Nutzes liegt ihm dann daran? Ich spreche: Da liegt solcher Nutz

