42
O Sonne! du großer, du gütiger Stern!
Welch Leben! welch Wonne in Naͤhe und Fern'! Wie gibſt du ſo reichlich den Segen!—
Du ſchoͤnſte der Blumen auf himmliſcher Au'!
Wie freundlich, wie milde aus azurnem Blau
Strahlſt Welten du ewig entgegen!
Und Schöpfer der Sonne! Allmaͤchtiger Geiſt! Du Vater der Welten, den Alles umkreiſt!
Wer faßt dich, Allguͤt'gen, Allweiſen? Du ſtreuteſt, gleich Staͤubchen, die goldene Saat Der Sterne in's All, und nach ewigem Rath,
Geh'n ſie in unendlichen Kreiſen.
Dein allesdurchſchauend-allwiſſender Blick
Strahlt Weisheit und Milde, ſtrahlt Liebe und Glück Hin auf's unermeßliche Ganze.
Ind Alles, was lebet im endloſen Raum,
Der jubelnde Seraph, das Blaͤttchen am Baum
Es zeuget von Hoheit und Glanze.
.

