die Lage der Gräfin mit ihrer verglich , fand sie Gelegenheit zu der Bemerkung,' daß jene doch noch'bei weitem furchtbarer sey, als ihre eigene, und dieser Umstand verlieh ihr, was so menschlich empfunden war, für den gegenwärtigen Augenblick wenigstens den Trost, • welchen man bei solcher Wahrnehmung und bei der Ueberzeugung eines guten Gewissens, beinahe immeo empfindet.
Noch -an demselben Abende, wo das Vorstehende sich ereignet hatte, erfuhr; Johanna — es ist oft im- Leben, daß der lange Inhalt eines solchen sich in einen einzigen Ballen drangt, der den Raum eines Tages ausfüllt, indessen der von vielen andern völlig leer bleibt— daß zu Neapel ein Abgesandter des Papstes Clemens eingetroffen sey, Graf von Mon- tescagioso, Großgiustiziere des Reiches, der von Jenem den-Auftrag erhalten, die an den Herzog- von CalabrieN verübte Mordthat zu untersuchen, Und kraft dieses Auftrags die Vertraute der Königin, Phi» lippa von Catanca, gleich nach seiner Ankunft zu verhaften. Diese Nachricht erfüllte die Königin mit Entsetzen; denn, was sollte sic nun beginnen? Sich
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