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Die Religion ist es auch, die uns Menschen- und Bruderliebe lehret und dazu ermahnet: weil Gott, der allgemeine Vater der Menschen, will, daß wir, wie er uns liebt, alle unsere Mitmenschen lieben;, daß wir aber wenn wir dies nicht thun auch ihn nicht lieben können. Wie unvollkommen ist Menschenliebe ohne Religion! diese erst weiset uns hin auf Gott, den liebevollsten Vater, der für uns Alle immerfort sorget und unser Wohl will; ja der die Liebe selbst ist. Von ihm lernen wir die Pflichten gegen unsere Mitmenschen üben: theilnehmend, redlich und ohne Falsch seyn; uns freuen., wenn es unfern Nebenmenschen wohl gehet, und ihr Wohl mit allen unfern Kräften befördern; cs Mitempfinden, wenn es ihnen übel gehet, und ihre Uebel und Leiden mildern, nach unfern besten Kräften. Die Religion läßt uns das erhabenste Beispiel dazu selbst an Gott und Jesu sehen.

Und wenn wir in Angst und Gefahren,. in Leiden und Widerwärtigkeiten sind: welchen Trost und Much, welche Standhaftigkeit und Ausdauer, welche freudige Zuversicht gibt uns die Religion! Die widrigen Ereignisse, die uns Menschen treffen können, sind ja unzählig; und wie jammervoll wäre das ganze Leben, ' wenn uns nicht die Religion, diese sichere Führerin, gegeben wäre! Ohne Trost, ohne Much, ohne Hoff­nung ist der Mensch höchst armselig, höchst unglücklich; wo gibt es aber wahren Trost, Much und kräftige Hoffnung ohne Religion? Was weder wir selbst, noch Andere bewirken können, das können wir getrost von Gott erwarten; und was er gibt, und wie er alles leitet, ist jedesmal das Beste. Selbst dann, wenn wir hier auf der Erde gar nichts mehr erwarten können: