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Religion geachtet und ihre Vorschriften befolgt habe! Nun wünschte und sehnte er die verflossenen Zeiten herbei; nun brachte er ganze Stunden, ja Tage mit lautem Weinen und Jammern zu; aber mit dem allen konnte er das Geschehene nicht ungeschehen machen.
Ehe er abgeführt wurde, ließ er, mit Bewilligung seiner Obern, zwei seiner Kameraden, welche eben solche ruchlose Menschen, solche Verächter und Spötter der Religion waren, zu sich kommen. Er bat und beschwor sie, an seinem Elend und Verderben, in welches er sich durch Gottvergessenheit selbst gestürzt, ein Beispiel zu nehmen. Er stellte ihnen vor, daß er leider erst zu spät einsähe, was er früher nicht hätte einsehen wollen, daß Religion und Frömmigkeit die Hauptsache sey, weil diese den Menschen lehre, gut und rechtschaffen denken und handeln und alle seine Pflichten redlich erfüllen: also ein gutes Gewissen bewahren, was das höchste Lebensglück sey; daß man aber ohne dieses ein verworfener und ganz elender Mensch, wie er selbst, sey. — Er beschwor Beide, sie möchten in sich gehen und sich bessern, ehe es zu spät wäre, und ihm dies mit Mund und Hand versprechen.
Sie wurden wirklich gerührt und gaben ihm das Versprechen. — Der Unglückliche, welcher sich mit ihnen noch lange unterhielt, versicherte, daß diese ihm gegebene Zusage, und die Hoffnung, daß sie sie erfüllen würden, einzig und allein vermögend sey, ihm in seiner elenden, schrecklichen Lage einige Beruhigung zu geben; und daß diese um so größer seyn werde, je gewisser er hoffen könnte, daß sie und Mehre der Art durch sein trauriges Beispiel zur Besserung gebracht werden würden.

