willigsten und pünktlichsten Gehorsam auf's männlichste bethätigen.
Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich eines Vorfalls, den ich euch mittheilen will.
Der Unterofficier F. hatte manche gute, schätzens- werthe Eigenschaften, aber auch eine sehr — sehr üble: er bildete sich ein, alles besser zu wissen, als Andere, und zog sich hierdurch, wie es auch nicht anders seyn konnte, manchen derben Verweis zu. — Endlich, ■ in einem Feldzüge, handelte er, bei einem wichtigen
•; Vorfälle, dem erhaltenen Befehle geradezu entgegen,
weil er den Dünkel hatte, besser zu wissen, als seine Obern, was geschehen müsse. Die Sache hatte einen - schlechten Erfolg. Was geschähe nun? es wurde Kriegs- ^ recht über ihn gehalten, und er wurde — erschossen.
^ Das war nun der wohlverdiente Lohn seines Ungehor»
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„Wie aber, wenn das, was der Unterofficier für seinen Kopf that, gut ausgefallen wäre?" — fragt vielleicht Mancher von euch. Auch alsdenn, wenn dies wirklich der Fall gewesen wäre, blieb er eben so straffällig! denn einem gegebenen Befehle zuwider, also gegen die Subordination handeln, ist und bleibt Vergehen, würde auch irgend etwas Gutes dadurch. — Durch folgendes Beispiel wird euch dies noch deutlicher werden.
Ein Tambour hatte sich dem Trunk und einer ausschweifenden Lebensart ergeben; er wurde siech und elend, und starb in der Blüthe der Jahre. Er hinterließ eine Frau und eine Tochter. Jene war eine sehr ordentliche und in jeder Hinsicht achtenswerthe Person, die es nicht an den dringendsten Bitten und Vorsiel-
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