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5. B. Mos. 20 , 8. Wer sich fürchtet und ein verzagtes Herr bat, der gehe hin und bleibe daheim.
Wenn ihr, lieben Freunde, solche Gesinnungen und Grundsätze euch erwerbt — wie es euch als Christen geziemet — so wird und kann es euch eben so wenig an Muth und Tapferkeit fehlen, als an wahrem Ehrgefühl, ohne welches kein Muth und keine Tapferkeit möglich ist. Wisset ihr aber auch, worin wahres Ehrgefühl bestehet? — darin: daß ihr euch immerfort, also in Friedens- und Kriegeszeiten, beei- fert, euern geleisteten Eid auf's treulichste zu halten; und dann auch in der Folge euer ganzes Leben lang allen euern Obliegenheiten auf's gewissenhafteste nachzukommen, und euch dadurch den Beifall Gottes, eurer Vorgesetzten und aller Rechtschaffenen zu erwerben. — Alles andere ist falsche Ehre, und hat keinen Werth.
Ich muß euch doch hier etwas von einem vormaligen Husaren-Major erzählen. — Die Schwadron desselben hatte unter seiner Anführung gegen eine weit größere Menge feindlicher Truppen gefochten und sie besiegt, so daß alles darüber staunte und meinte: es sey ein wahres Wunderwerk! und so zeichnete sich diese Schwadron immer aus. — Ein paar Tage darauf waren mehre von demselben Regiment und auch noch andere beisammen, und sprachen über den letzten Vorgang, wo jene Schwadron sich so ganz besonders her- vorgethan hatte. Da fing Einer zu einem alten Wachtmeister, der bei dieser Schwadron stand, an: Ihr sepd doch mit euerm Major wahre Teufelskerl! sage mir nur, wie's der mit euch anfängt, denn er muß euch Alle behext haben? — „Die Hexerei will ich dir er- „klären," antwortete der alte Wachtmeister: „wenn's
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