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wird es war im Baierschen Erbfolgskriege- geht über ein Schlachtfeld, wo kurz vorher die Gebliebenen eingefcharrt waren. Er steht ein paar Augenblicke still, um den Bündel, den er trägt, fester zu machen. Da bemerkt er gerade vor sich, daß sich lockere Erde be­wegt. Er blickt genau darauf, und die Bewegung er­folgt wieder. Da nimmt er seinen Stock und gräbt nach. Siehe da, es kommt eine Hand hervor. Er erschrickt nicht wenig, fasset sich aber bald wieder; schasst nun, so geschwind er kann, mehr Erde weg: und so gelingt es ihm endlich, dem ganzen Körper Luft zu machen. Der Todtgeglaubte und als solcher Be­grabene erholt sich nach und nach wieder, und kommt völlig in's Leben zurück. Ein, durch eine Wunde ver­ursachter starker Blutverlust hatte ihm eine Betäubung und gänzliche Bewußtlosigkeit zugezogen: so daß man ihn für todt gehalten, ohne weitere Versuche anzustel- len, wodurch man sich vom Gegentheil überzeugt haben würde. Der Bote lief nun sogleich zum nächsten Orte und veranstaltete auf's schleunigste, daß der in's Leben Gebrachte, der freilich ganz entkräftet war, gehö­rig verpflegt wurde. Glücklich wurde er auch wieder vollkommen hergestellt. In der Folge denkt euch das bewundernswerthe Zusammentreffen der Umstände! wurde dieser vom schaudervollen Tode Gerettete der Tochtermann seines Erretters. Er lebt noch, ist ein munterer Greis, und verehrt seinen schon längst ent­schlafenen Schwiegervater mit der kindlichsten Dankbar­keit als seinen Lebensretter.

Nun es sey euch die Pflicht der thätigen Men­schenliebe, wie jedes Gebot Gottes und Jesu, euer gan­zes Leben hindurch heilig!

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