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in Erfahrung brachten/ so ließen sie cs nicht an Ver- weisen/ Vorstellungen und Ermahnungen fehlen. Da er aber dieser nicht achtete/ oder doch nur auf kurze Zeit; und sein Hang zum übermäßigen Trinken immer mächtiger wurde/ wie jede Neigung/ je öfter sie befrie­digt wird: so konnten auch die bösen Folgen nicht aus- bleiben. Außer den gesetzlichen Strafen und der Ver­achtung/ die er sich zuzog/ stellte sich auch Kränklichkeit ein; und endlich erklärte der Arzt: er werde die Aus­zehrung bekommen. Der verblendete junge Mensch meinte zwar/ seine Aeltern hätten Geld genug/ und würden gern alles anwenden zu seiner Wiederherstel- lnng. Sie thaten es auch/ aber unter Wehklagen und Jammern/ da ihr Sohn der eigene Zerstörer seiner Gesundheit war. Es wurden keine Kosten gespart/ der Arzt versicherte aber/ die Krankheit des jungen Men­schen sey unheilbar! Dies war auch der Fall er starb. Wie mancher seiner Kameraden hatte ihn/ als er noch gesund und frisch war/ beneidet; oder we­nigstens gewünscht/ es eben so zu haben; sich außer dem Dienst eben so gütlich thun zu können! Ja/ wenn er seiner Pflicht eingedenk gewesen/ und der Mäßigkeit sich befleißiget hätte: so hätte dieser junge Mensch recht glücklich seyn können; aber leider hatte er unbesonnen sein Glück selbst vernichtet. Und so ist jener Ausspruch der heiligen Schrift: //Gesundheit ist mehr werth/ als großer Reichthum/" auch hier be­stätigt.

Endlich bedenkt auch/ daß ein Trunkenbold bei allen Guten und Rechtschaffenen sich verächtlich machet. Nur bei seinen liederlichen Brüdern und Genossen galt er etwas/ bei keinem Andern! Ja/ ein solcher Elender

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