gewönne, als den Haß seiner Unterchanm auf sich zu laden. Er gab diesen Vorstellungen, deren Vernunft­gründe er einsah, auch wirklich nach, doch verlor er deshalb sein Ziel nicht aus den Augen, sondern blieb wachsam auf seinen Besitzungen, machte bei den Ober­behörden mehrmals Anzeigen, welche theils bedeutende Vorrathe kn die Gewalt der Obrigkeit brachten, theils die Unterbeamten zu größerm Eifer anspornten. In Folge der Dienste, die er dem Staate dadurch leistete, wurden alle Mauthbeamten und die in der Nahe statko- nirten Zollschiffe beauftragt, ihm jederzeit Beistand zu leisten, wenn er denselben von ihnen fordern sollte, und seinen Anordnungen Folge zu leisten.

Doch nicht immer blieben die Schmuggler blos bei Zolldefraudationen stehen, und auch Verbrechen ernste­rer Art hatten sich in der neuern Zeit mehrmals zuge- tcagen. Der Absatz mußte die Schmuggler nothwendig auch mit Fremden in Verkehr bringen, die ein ähnli­ches Gewerbe trieben, und dadurch wurde eine Menge liederlichen Gesindels in das Land gezogen, und die Moralität der rohen aber gutmüthigen Eingebornen we­sentlich verschlechtert. Glen Shlichard war der Haupt­sitz dieser wilden Bande, und man begann, sich von ihnen furchtbare Geschichten zu erzählen. Dabei machte die Unzugänglichkeit jenes wilden Thales, und die vie­len Schlupfwinkel, die es den dort Bekannten bot, daß die Verbrecher sich einer beinahe gänzlichen Straflosig­keit erfreuten. Einzelne Zollbeamten dursten sich nicht in jene wilden Schluchten wagen, und die Regierung war theils anderweitig zu sehr beschäftigt, und widmete