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hem ehemahligen Pflegesohne Wilhelm, und bath ihn mit Thränen in den Augen um Obdach und Nahrung, damit er bey ihm den Rest seiner Lebenslage zubringen könnte. Nur mit harter Mühe ließ sich das Herz des undankbaren Wilhelms rühren» Jakob wurde ganz verächtlich ausgenommen, mußte sich, noch harte Arbeiten gefallen lasten, denen sein alter Körper nicht mehr gewachsen war; das Weib des Wilhelms machte ihm oft die bittersten Vorwürfe, daß sie ihn nun auf der Echüssel haben müsse; die Kinder spotteten oft des Greifen, und neckten ihn auf alle mögliche Weise; und Wilhelm sah und wußte Alles, und hatte nichts entgegen, ja ergab es dem Greise öfters zu verstehen, daß er dessen baldigen Tod sehnlich wünsche. Endlich wurde der Alte krank: man kümmerte sich wenig um ihn, sah nach keinem Doctor, kei- Uer Medizin um, und Jakob mußte eines elenden Todes sterben, im Hause eines Man- ues, der ohne ihm — vielleicht ein Bettler seyn würde. Kinder! ihr verabscheuet Wilhelms Betragen. Merket euch sonach diese Geschichte, und machet es nicht so, wie Wilhelm, wenn euere Aeltern alt werden. Ihr habt ihnen unzählige Wohlthaten: euere Erziehung, euer Fortkommen, Alles zu verdanken; und wenn diese eure Aeltern alt werden.

