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Jahren zu reponiren; man sollte sich demnach berechtigt glauben, dass in den Fällen, wo zugleich Fractur und Luxation zugegen ist, welche letztere nicht zugleich mit der Fractur könnte reponirt werden, dann die Reposition der Luxation — wie diess schon Petit vorgeschrieben hat — noch nach der Callusbildung, also nach vollkommener Verwachsung der Fragmente, versucht werden dürfte. Bleibt die Luxation uneingerichtet, so bildet sich an der Stelle, wo der Kopf steht, ein künstliches Gelenk. Nach den Untersuchungen von Cooper werden die Muskeln, auf denen der Kopf liegt, resorbirt, der Beckenknochen durch den Druck verdünnt und ausgehöhlt, der Kopf selbst abgeflacht, und um die Vertiefung der neuen Pfanne herum schiesst neue Knochenmasse an. Die alte Gelenkshöhle wird meistens verengert und verödet; dagegen bildet sich in einzelnen Fällen eine neue Kapselmembran. Welche Stellung das Glied unter diesen Verhältnissen bekömmt, lässt sich leicht einsehen: Es behält die fehlerhafte Richtung und Gestalt, und ist entweder länger oder kürzer, als sein Nachbar, nach ein- oder auswärts gekehrt, gegen das Becken gebogen. Die Kranken behalten daher einen hinkenden Gang, können sich anfangs nur mit Hülfe von Krücken fortbewegen, bis sie mehr Festigkeit im luxirten Schenkel erhalten haben, und sich mit einem Stocke begnügen können.
Ist der Schenkel verkürzt, so treten solche Patienten nur mit der grossen Zehe auf, und sind nicht vermögend, beide Kniee zu gleicher Zeit zu beugen; bei Verlängerung des Schenkels hinken sie nach der gesunden Seite hin, beschreiben beim Yorwärlschreiten mit dem verlängerten Beine einen Bogen, und stellen dann die ganze Fläche des Fusses vor die gesunde Extremität. Atrophie des kranken Gliedes bleibt nie aus. In seltenen Fällen hat der dislocirte Kopf Eiterung und Tod durch Pyämie hervorgebracht. Die glücklich reponirten Luxationen lassen dagegen eine Prädisposition zu Rückfällen zurück, und wenn das Individuum zu frühzeitig Bewegungen ausführt, oder zu skro-
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