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enthalten, und sich mehr an frischere Gemüse, Obst und leichte Fleischspeisen gewöhnen, sich täglich Bewegung machen und nie lange sitzen, auch muffen sie sich wohl hüten, beim Stuhlgange arg zu drängen, muffen ferner ihren Unterleib nie enge und pressend kleiden, und werden endlich wohl thun, ihn täglich ein Biertel- stündchen lange gelind zu reiben.

Anlage zur Hypochondrie und Hysterie. Auch bei dieser Anlage, so wie überhaupt bei der Anlage zu andern Ner­venumständen, (denn diese beiden Uebel sind nichts anderes) kommt es viel darauf an, wie unsere Eltern beschaffen waren. Nerven­schwache Eltern können nur wieder nervenschwache Kinder erzeu­gen. Doch tragen auch noch gar manche andere Umstände zur Begründung einer solchen Anlage bei. Da haben wir als solche gleich das zu frühe Anstrengen der Kinder zum Lernen, überhaupt das viele Sitzen, die Onanie, das unnatürliche, unmäßige Kaffee- und Theeschlürfen,^ das Romanlesen u. a. m.; lauter gewichtige Ursachen zur. Begründung jener Anlage, die sich sodann nach und nach durch eine höchst veränderliche Gemüthsstimmung, (denn der Hypochonder und die Hysterische sind in einer Minute zum Lachen und zum Weinen aufgelegt) durch öftere Magen - und Derdauungs- beschwerden mit Blähungen, Beängstigungen, Klopfen im Unter­leibe, Drücken, Spannen u. dgl. sonderbare Gefühle äußert. Leute mit dieser Anlage sind früh nüchtern sehr müde und abgespannt, verlieren aber dieß Gefühl der Abspannung, wenn sie etwas Kräf­tiges zu sich genommen haben, dann haben sie auch einen entschie­denen Hang zur Einsamkeit und Abgeschlossenheit, und eine auffal­lende, in Mißtrauen ausartende Schüchternheit gegen andere Men­schen, ferner machen ihnen Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Backwerk u. dgl. große Beschwerden und Beängstigungen, und ihre Stuhlausleerung geht in der Regel trage und ungleich vor sich. Wer nun mit die­ser Anlage behaftet ist, der hat nichts angelegentlicheres zu thun, als die sitzende Lebensweise zu vermeiden, versteht sich, wenn ers kann; Gelehrte, die dieß nicht können, müssen wenigstens stehend am Stehpulte, oder noch besser auf einem hölzernen Bocke reitend arbeiten, und sich alle Tage gewissenhaft 12 Stunden im Freien bewegen, oder wenn es möglich ist, reiten. Auch ists gerathen, gute Gesellschaften aufzusuchen, kleine Fußreisen zu machen, über­haupt öfters die Landluft zu genießen, und mitunter wohl auch ein bischer^ Hand an ländliche Arbeiten zu legen, zum mindesten Holz^ zu sägen,. ein wenig Futter zu schneiden u. dgl. m. Auch das öftere Frottiren des Unterleibes hat bei der Anlage zu derglei­chen Uebeln entschiedenen Werth. Daß schwerverdauliche Speisen und hitzige oder erschlaffende Getränke Leuten mit solcher Anlage nichts taugen, ist wohl leicht begreiflich. Ueberhav.pt aber kann man annehmen, daß diese Anlage durch die ebengcnannten Kaute- len leicht zu ersticken ist.

Anlage zu Rheumatismen und Katarrhen. Diese Anlage gehört zu den am nassen vorhandenen, und besteht in der Geneigtheit, bei der geringsten Einwirkung von kalter Luft oder