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Viertes Kapitel.
Wie König Fenis ein Grabmal machen ließ, als wäre es für Blankflos, und wie ſich Flos darüber betrübte.
Und es geſchah, als die beiden Kaufleute ſo große Schätze für Blankflos gewonnen hatten, kehrten ſie um und brachten dem König Fenis die Schätze, und dieſer freute ſich gar ſehr darüber; aber die Königin war in Sorgen und ſprach: Wir bedürfen wohl eines guten Raths, was wir thun ſollen, wenn unſer Söhnlein kommt, auf daß es ſich nicht zu todt betrübe.
Da ließ der König ein köſtlich Grabmal von Elfenbein, Marmor und Kryſtall machen; darauf ließ er legen einen köſtlichen Sarg, und auf dem Sarg waren in Gold zwei ſchöne Kinder gebildet, von denen das eine dem Flos, das andere der Blankflos glich. Jedes trug eine köſtliche Krone auf dem Haupt, und in der Krone des Flos lag ein Karfunkel, der Nachts leuchtete, als wäre es Tag.
Auch waren an dem Grabmal lange Pfeifen angebracht, die den Wind auffingen, und wenn der Wind wehte, ſo ſpielten die Kinder mit einander und umhalsten und küßten ſich, wenn aber der Wind innehielt, ſtanden die Kinder ſtill, ſahen einander an und boten ſich die Blumen, die ſie in den Händen hielten; das Alles ſchien ſo natürlich, als wenn ſie am Leben wären.
Nie ward einer Jungfrau ein köſtlicher Grabmal bereitet, denn dieſes. Man ſah daran köſtliche Steine, als Saphire, Chalzedone, Amethyſte, Topaſen, Türkiſſe, Jaſpiſſe, Chryſolithe, Diamante und Hyazinthe.

