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durch unreine Luft und Gifte.

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ti sii tenarbeiter, Neusilberarbeiter. Maler und Färber) gehören Vergif- ^ilit - tnngen derselben nicht zu den Seltenheiten.

Diejenige Vergiftung des Arseniks, welche durch eine nur ein­mal erfolgte Aufnahme einer groß er n Menge dieses Stoffs in den Magen hervorgerufen wird, besteht immer in einer Entzündung des Magens und Darmes; nach einer Zeit von I 3 Stun­den stellt sich in der Gegend des Magens ein brennender Schmerz ein, welcher sich über den ganzen Leib verbreitet und durch Druck vermehrt wird. Trotz heftigen Durstes wird durch den Genuß eines jeden Getränks Erbrechen erregt, welches mit Brennen des Mundes und Schlundes und erschwertem Schlucken, Athemnoth, schmerzhaftem Husten sich verbindet. Dabei ist die Haut kalt, ob­gleich die Kranken über das Gefühl von Brennen und Hitze sich be­schweren. Schweiß, Angst, Verzweiflung stellt sich ein, und diese Zustande können sich zu Ohnmächten, Krämpfen, Sprachlosigkeit steigern, wobei das Gesicht blaß, eingefallen und von schmerzhaftem Ausdrucke ist. Das Auftreten dieser Vergiftung würde sich leicht mit . der Eholera verwechseln lassen, wenn nicht durch den Stuhl dunkle, sehr übelriechende breiige Kothmaffen unter heftigem Stuhl­zwang entleert würden, während bei der Cholera die Ausleerungen durch den After ohne Schmerzen geschehen und das Aussehen von Reiswasser zu haben pflegen.

Wenn dagegen Arbeiter längere Zeit hindurch sich den Dünsten des Arseniks aussetzen, so wird bei ihnen der ganze Kör­per mit diesem Stoff gleichmäßig und langsam vergiftet. Appe­titlosigkeit, häufige Uebelkeit und Erbrechen, Kolik­schmerzen und Geruch ans dem Munde, bald mit viel,, bald mit sehr wenig Speichelabsonderung, und Durst sind ge­wöhnlich die ersten Zeichen der langsamen Arsenikvergiftnng. Di- ; arrh öe wechselt ohne erkennbare Ursache mit Verstopfung ab; der Leib wird schmerzhaft, das Athemholen mühsam, durch häufi­gen, trockenen Husten wird wenig zäher, blutiger Schleim ausge­worfen. dabei sind die Kranken leicht ermüdet. Die Haut ist entweder trocken wie Leder, oder entzündet, oder mit fressenden Ge­schwüren bedeckt, in Folge deren Nägel und Haare ausfallen; Stumpfheit des Geistes. Schwäche des Gedächtnisses plagen die Kranken, denen sich meistens Lähmungen und heftige Nerven­schmerzen in den Gliedern zugesellen. Nach sehr bedeutender Abmagerung und gänzlicher Kräfteabnahme tritt endlich Was­sersucht ein, welche am häufigsten an den Füßen beobachtet wor­den ist.

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