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größten Weisen des Alterthums, und vierzig Jahrhunderte verflossen für die gesummte Heidenwelt, bis auch für sie die hellglänzende Morgenröthe der Wahrheit anbrach. Nur einem Volk in den Jahrtausenden vor Christus hatte sich Gott der Allwahrhaftige geoffenbart, und es zum Träger der Wahr- , heit und der Verheißungen gemacht, die einst der ganzen Welt zu Theil 'werden sollten. Christus der Gotlmensch erschien, und brachte die Wahrheit, die ewig bleibende Wahrheit, vom Himmel, und holte sie aus dem Schooße seines Vaters. Ja! aus seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade und Wahrheit. „Ich bin die Wahrheit," sprach er selbst. (Joh. 14* 6.) Er selbst npn die unabänderliche und ewig sich gleich bleibende Wahrheit, hat nun auch die ganze Fülle der Wahrheit seiner Kirche, die er stiftete, hinterlassen und übergeben. In der katholischen Kirche nun ist die ganze Wahrheit, die Jesus Christus gelehrt hat, niedergelegt. Nur in und bei der katholischen Kirche ist also auch die Wahrheit in ihrer Fülle und Ganzheit, nicht bloß einzelne Bruchstücke derselben zu finden, und wer sie sucht, der findet sie gewiß. Meynen nun die Deutch- thümler diese christliche Wahrheit? O nein! ihnen ist nur das Wahrheit, was und in wie fern ihre Vernunft dies oder jenes nach Belieben annimmt und als der Annahme werth erachtet. Ja noch
mehr. Ihre Vernunft ist selbst, und besitzt von Natur aus alle und jegliche Wahrheit. — Wenn man also wirklich fragt, woher denn ihre Vernunft die Wahrheit genommen? so bekommt man die Antwort: Die Vernunft hat die Wahrheit aus sich, und von sich, kurz: die Vernunft ist die Offenbarerin der Wahrheit? Ist aber eine solche

