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gen, die bestellten Ruhestörer zum Schweigen zu brin­gen, und die ganze Opernvorstellung wurde so beifällig ausgenommen, daß jede Nummer wiederholt werden mußte. Das gesammte Publikum, insbesondere aber das der Sperrsitze und Logen, war durch diese schänd­liche Machination meines MitdirectorS und seiner Favorite auf's tiefste empört, und als einige Wochen später Madame Mink die Bühne wieder zu betreten wagte, ward von dem gesammten Publikum, daS der Logen nicht ausgenommen, das Vergeltungsrecht in furchtbarer Weise geübr.

Wohl wissend, daß derlei Zerwürfnisse für das Kunstinstitut selbst, so wie für meine Casse nur ver­derblich sein konnten, ließ ich mich in jeder Beziehung nachsichtig finden; ja ich willigte sogar in das Wieder- Engagement der Madame Mink auf die Grundlage ihres alten Eontraktes.

Herr Forst spielte nun mir gegenüber die Rolle des Reumüthigen und Versöhnten, während er hinter meinem Rücken folgende echt theatralische Intrigue an­spann : Er ließ nämlich einen jungen Taugenichts, Na­mens Richter, zu sich kommen und forderte diesen auf, gegen Bezahlung von 200 Gulden auszusagen, er sei durch mich beauftragt gewesen, für 200 Gulden den gegen Madame Mink gerichteten Theater-Scan- dal durch Vertheilung von Billelen in's Werk zu setzen, und er habe dies auch gethan. Richter weigerte sich zwar anfänglich, da ihm aber Forst vorstellte, er wolle von dieser falschen Aussage durchaus keinen un-