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es das verlorne Kind. War ja ihr Söhnlein Ottmar

er bisher ihr einziger Trost gewesen in der Einsamkeit,

t, wenn der Vater Tage lang im Forst streifte, oder aus-

e wärlö dem lustigen Leben nachging, und nach und nach

n ein Gut nach dem andern vergeudete; es war das ein­

zige Wesen, das treu ihre Liebe erwiederte, während ' n des Gemahls Herz sich feit Zähren nur kalt und gleich-

9 gültig, ja im eigentlichen Sinne liebelos gegen sie

i> erzeigte. Und doch war sie ihrem Gemahl immer mit

n derselben Anhänglichkeit, wie in frühester Z it, zugethan.

n Zn demselben Augenblicke, da sie durch seine Schuld

n ihr Liebstes im Leben verloren hatte, und ihr Herz

3 beim Verlust fast brechen wollte, war es doch ihm

" wieder zugewandt. Sie sah den bleichen, vor Entkräftung

9 nmsinkenden Gemahl sie war die erste, welche, ver­

gessend ihrer Seele Schmerz, dm Schmerz seiner Wunden zu lindern suchte, um mit Zunkherr Götz, der selbst am Kopfe gefährlich verwundet war, den bluten­den Freiherrn zu verbinden. Von nun an wich sie nimmer vom Lager ihres Gemahls, sondern pflegte seiner in unermüdeter Sorgfalt, ohne sich weder bei Tag noch bei der Nacht Ruhe zu gönnen.

Sobald des Gemahls Leben außer Gefahr war, und man die Burg frei sah von Feinden, war es der Burgfrau erste Sorge, über ihr verlornes Söhnlein Kunde einzuziehen. Aus des Freiherrn Worten konnte man schließen, daß das Kind von den Eidgenossen während feines Kampfs mit ihnen geraubt worden war diese Ansicht wurde auch bestätigt, als man nicht ferne von Rielasingen Den erschlagen fand, hem es

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