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Siebentes Aapitel.

Vom Schlafe.

Die beste Erholung findet der Mensch im Schlafe. Der Schlaf gewahrt Erquickung jedem Ermüdeten, Ruhe jedem Nmbergetriebenen, Trost jedem Kummer, und Lin­derung jedem Schmerze. Der Schlaf ist das Grab der Leiden und der Auferstehungsort für neue Kraft und Heiterkeit. Seiner Natur nach ist er eine Herabstimmung der Sinnesthätigkeit, durch die das geistige Leben, inso­weit cs von den Organen des Gehirnes abhängig ist, unterbrochen wird, damit das körperliche das Ueberge- wicht erhalte. Je tiefer das geistige Leben im Schlafe gesunken ist, desto vollkommener ist der Schlaf und desto stärkender für den Körper. Der Naturmensch schläft tief und fast ohne Bewußtseyn; deutliche Träume besuchen ihn erst gegen das Ende des Schlafes und sind meistens angenehmen Inhalts. Der verfeinerte Schwächling schläft leise, wird die meiste Zeit von Träumen beunruhigt, sein Schlaf ist weniger erquickend und stärkend. Denn eben in dem Nachlaß der Seelenoperationen liegt der Grund der stärkenden Eigenschaft des Schlafes. Indem die Le­bensstoffe in geringerer Menge für die Thätigkeit der