/.fast unwillkürlich preßte sie ihre Finger zum leisen Druck /an seiner Hand; dann aber stoh sie wie ein gescheuchtes ' ,Meh von dannen, um ihre Röthe auf den Wangen uyd
- das stürmische Treiben ihres Busens' in der Stille eines ieinsamen Nebenzimmers zu verbergen.
Acht Tage nach diesem Vorfälle saß eben Ma-
- vie an jenem schönen Maimorgen in der Geißblattlaube ,^an der Wiege ihres kleinen Hugo und betrauerte gesenkten Hauptes ihr Schicksal, welches sie an die Seite eines Mannes fesselte, dem ihr Herz ganz fern und fremd
ststand, und den sie, sie fühlte es nur zu deutlich, niemals ..'i würde lieben können. Noch war sie, den Lockenkopf auf -st ihre Rechte gestützt, in tiefes, schwermüthiges Nachdenken versunken, als sich plötzlich Tritte der Laube näherten, r.'i fte bog das Haupt nach dem Eingang — und Bruno wwj ^st Hohneck stand vor ihr. Ein kurzer Schrei des Staunens! ) schlüpfte über ihre Lippen. Bruno trat rasch auf sie zu, ergriff ihre Hand und küßte sie. „Still!" sprach er leise,! ist lassen Sie uns den Wink des Schicksals nicht verkennen, -st das mich fast ungewollt in diese einsame Laube und in st Ihre Nähe führt. Seit dem Tage, da ich Sie das letzte .st Mal gesehen," fuhr er fort, „gönnt es mir keine Ruhe; .f wirr und unstätt treibt es mich in den Räumen meiner!
Burg oder in den Schluchten meiner Wälder umher; nur! :ii ein Gedanke ist es, der meine ganze Seele in Anspruch! m nimmt; nur ein Bild steht fortwährend vor den Blicken! meines Geistes und verläßt mich selbst in meinen Träumen nicht; bald malt es mir die Phantasie in meiner Nähe, in meinen Armen, an meinem glückberauschten Her, zen; bald erscheint es mir wieder in weiter Ferne hoff-! nungsloS, unerreichbar!! Mit jedem Tage steigert die Qual in meiner Brust, aber auch die Sehnsucht hebt ihre mächtigen Schwingen. Heut ließ ich mir mein Jagd-
ti
Pferd satteln und sprengte hinaus jn den Wald, ohne zu!

