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verbergen — und ihr nicht viel weniger zerstreut, als sie es selbst war, entgegen kam. Gewiß würde er, nach der Männer Weise, über den Sündenfall der Fran Gemahlin ein lauteres Zeter erhoben haben, wenn er nicht noch vom verbotenen Apfel den Mund voll gehabt hätte. Nach dem ersten Schreck, der nun allmählig vorüberging, fand die Baronin manchen Trostgrund in der Nähe und in der Ferne, den sie ihrem Gemahl mittheilte; indeß hatte er wegen des Bücherschrankes dringenden Anlaß, diese Tröstungen in einem andern Zimmer zn vernehmen und ihnen nach und nach beizutreten. Besonders beruhigte es ihn, daß die Augen der Frau Eva gar nicht waren aufgethan worden, und daß sie weder Gutes noch Böses, sondern gerade gar nichts gesehen hatte. — Umsonst! Nach neun Tagen zwischen 11 und 12 Uhr erschien der Bote, der den Abzug eröffnete und zugleich bas TodeSurtheil des Ambassa- deur exlraordinaire beiläufig bekannt zu machen, in commissis hatte. „Ach!" sagte der bedrängte Baron, „darum zu sterben, weil man nur einmal Ja gehört hat!" Die Barouin war in Verzweiflung, an dem Tode eines Ministers Schuld zu seyn, der es an Gefälligkeit und Höflichkeit gewiß nicht hatte ermangeln laffen. Sie nahm sich die Erlaubniß, von seinen letzten Stunden Nachricht einzuziehen und zu fragen, ob er durch einen Geistlichen zum Richtplatz wäre begleitet worben? Zu ihrem nicht kleinen Tröste erfuhr sie, daß er mit größerer Resignation, als viele, welche diesen Weg vor ihm gingen, den Richtplatz bestiegen und der gnädigen Eva das hinterlistig zurückgehaltene Ja mit christlicher Faffung vergeben und nicht Vorbehalten hätte. „Was ist mein Verbrechen?" sagte mit andern Worten der wohlselig Hingerichtete zu den Umstehenden. „Verrieth ich mein Vaterland? Sucht' ich Wittwen und Waisen in falschem Justizspiel um daö Ihrige zn bringen? Ward ich reich auf Kosten des Dürftigen? Machte ich, wie Necker, Rechnungen ohne Wirth? Ward ich Minister, weil

