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Gefäß, welches den ganzen Tag in der Sonne ſtehen muß, und gießt einige Eimer Miſtjauche und Regen waſſer dazu, läßt es 14 Tage ſtehen und rührt es alle Tage einmal um. Auch wirft man etwas Salz, Salpeter und Salmiak hinein, und rührt es jedesmal vor dem Gebrauche wohl um. Einmal des Jahres einige Maaß um den Baum herum gegoſſen, iſt ein köſtlicher Lebensgeiſt, beſonders für Obſtbäume, und gibt eine bewunderungswürdige Treibkraft.
Ein Mittel, wie unfruchtbare Obſtbäume fruchtbar gemacht werden können, hat der berühmte Naturforſcher Büffon zuerſt bekannt gemacht, und iſt ſeitdem von vielen braven Männern erprobt, verbeſſert und durch Erfahrungen begründet worden. Es beſteht in folgendem Verfahren:
jan mache entweder am Stamme des Baumes, oder an einem oder mehreren Aeſten, oder auch am obern Theile des Stammes unter den Neffen und dem ganzen Stamme, oder um einzelne Aeſte herum mit einem Meſſer einen Einſchnitt, unter dieſem macht man einen zweiten, ſo daß die dazwiſchen liegende Rinde höchſtens die Breite eines Federkiels beſitzt. Die zwiſchen dieſen beiden Einſchnitten befindliche Rinde wird nun herausgenommen; die dadurch gebildete Wunde wird mit gar nichts bedeckt, ſondern ſie vernarbt von ſelbſt, ohne daß dadurch der Umlauf des Saftes im Baume gehindert wird, wenn gleich die Narbe ſichtbar bleibt. Die Zeit, wenn man dieſe Behandlung vornimmt, iſt das Frühjahr. Die Bäume müſſen ſchon veredelt ſein. Man nannte dieſe Operation den Zauberring, weil ſolche einen fo zauberähnlichen guten Erfolg hatte.
Eine andere wichtige Entdeckung für Obſtbäume iſt die heilſame Wirkung des Fiſchthrans. Die darüber gemachten Erfahrungen befinden ſich zerſtreut in engliſchen und franzöſiſchen Fournalen. Das Weſentlichſte davon ſoll hier mitgetheilt werden.
Man hat bemerkt, daß faſt ganz abgeſtorbene Obſt= bäume auf die Anwendung eines Gemenges von Oel,

