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in die Welt hinein, um zu ſehen und zu genießen und um ihre Kräfte zu üben an einer größeren, edle­ren Aufgabe, als o ſie lachte dann bitter vor ſich hin, als Kindermädchen zu ſein.

Wie war Vetter Carl doch zu beneiden in ſei­nen neuen, ihn bunt umwogenden Verhältniſſen! Ein wie ganz anderer poetiſcher Duft hatte ſich um ſein Bild gelegt, ſeit er den armſeligen Seminariſten­Rock abgeſtreift und ſich mit genialer Willenskraft der Kunſt in die Arme geſtürzt hatte! War doch von dieſem Duft Etwas gewiſſermaßen ſchon auf ſie, die arme Liſe, übergegangen, wie denn das Schöne und Edle nie ganz ſpurlos vorübergeht. Durch Carl hatte fie wunderbarer Weiſe die Bekanntſchaft des Hofrath Georgi gemacht und ſogar eine kleine, heim­liche Intrigue mit ihm durchgeſpielt, denn ſie war jetzt feſt überzeugt, daß er nur ihretwegen den Rath Bollmann aufgeſucht hatte. Daß er ſie ſchon am vori­gen Abend geſprochen, hatte er weder gegen den Herrn Rath noch gegen die Frau Räthin erwähnt und für ſie hatte er eigends das Päckchen mit Theater­billets zu ſich geſteckt; wer trägt ſonſt dergleichen in der Taſche mit ſich herum!