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jeden Augenblick zu fallen droht, ergreift ihn bei der Gurgel, zieht ihn vom Pferde herab und sprengt nach dem Graben zu, um ihn zu ersäufen: jetzt aber erhebt sich ein allgemeines Wuthgeschrei, und Monfort und Wilhelm die Standarte eilen herbei, um ihren übelberathenen Gefährten zu retten. Der zuerstgekom- mene Ritter war diesmal glücklicher, als das erste Mal, denn während sein Gegner sich von dem heftigen Anprall zu erholen sucht und mit eingedrückten Knieen Alles aufbietet, um sich in seinen Bügeln zu erhalten, bricht ihm der Sattelgurt, und er stürzt zu Boden; das sich selbst überlassene Pferd will entfliehen, aber der siegreiche Ritter ergreift es am Gebisse und führt es höflich dem Besiegten wieder zu.
„Ritter, steiget ab und laßt uns einige Schwertstreiche wechseln, denn mein Pferd kann mir, wenigstens heute, nicht mehr dienen," sagte Vandamme.
„Herr," antwortete der zuerstgekommene Ritter, „ick würde Euern Wunsch gern erfüllen, aber die Nothwendigkeit ruft mich anderswohin; ich sehe meinen Kameraden von zwei Rittern angegriffen und kann ihn nicht allein lassen; gegen Monfort und nicht gegen Euch haben wir die Herausforderung ans Tod und Leben erlassen."
„Ritter, ich kann mich heute nur unter einer Bedingung besiegt erklären."
„Sprecht!"
„Daß Ihr morgen wiederkommet, um mit mir zu kämpfen: versprechet Ihr es?"
„Ich verspreche es für den Fall ; daß kein Hinderniß eintritt."^
Nach diesen Worten ritt der zuerstgekommene Ritter seinem Gefährten zu Hilfe, der durch einen Lan- zenstoß, welchen ihm Monfort auf die rechte Schulter versetzte, gezwungen worden war, Vandamme, der elendiglich von seinem Pferd getreten wurde, in Ruhe zu laß

