und Auge gleichmäßig geübt werden. Das Kar— tenſpiel iſt, abgeſehen von den andern üblen Fol gen, ſchon deshalb für den Körper nicht zuträglich, weil es ſitzend geſpielt wird. Ebenſo das geiſtreiche Schach. Das Kegeln iſt daher allen andern an öffent lichen Orten gewöhnlichen Spielen, ſelbſt dem edlen Billard, vorzuziehen. Es hat daher auch zu allen Zeiten Liebhaber dieſes Spieles unter allen Ständen gegeben. Gelehrte und Handwerker, hochge— ſtellte Würdenträger und Bauern, Geiſtliche und Laien zählt es unter feine Verehrer. Es iſt dabei gleichgiltig, wenn Jene, durch den Anſtand bes ſtimmt, es in ihren Häuſern und Gärten, Diele an öffentlichen Unterhaltungsorten ſpielen. Wie wir aus den jüngſten authentiſchen Biographien Schiller's entnehmen, trieb dieſer größte deutſche Dichter das Kegelſchieben mit großer Leidenſchaft, bis zu ſeiner Erkrankung.
Bei dem Kegelſpiele muß ſich der Körper, um die Kugel aufzuheben, bücken; um ſie bis an das geſetzte Ziel zu werfen, muß er ſich zuſammenbiegen, wodurch der Leib und die äußeren Glied— maßen in eine ſtarke und heilſame Bewegung 9& ſetzt werden. Die Muskeln des Armes werden dadurch gekräftigt und ſtärker. Man hat dabei

