1 J VO — 23— Polnperchon.
Nein, laß uns bleiben! Wir Verrathen ſonſt ſogleich, daß wir ihn haſſen.
Ihr, Freunde, ſcheint mir das Ereigniß, das Die ganze Stadt bewegt, noch nicht zu kennen.
Ralippus. Polyperchon. Was gibt's denn? Ralippus. Gelo, Dion's Sohn hat ſich Soeben von dem Dach hinabgeſtürzt, Und fand den Tod. Leptines. Ihr, Götter, ſeid gerecht! Polyperchon. Weißt du, was ihn zu dieſer Schreckensthat Bewogen, ſo mach' uns damit bekannt.
Ralippus. Was ich erfahren, will ich euch berichten. Vor jener Halle führt ihn heut ſein Weg— Bei deren Anblick, da erwachte die Gewalt der Leidenſchaft in ſeiner Bruſt, Die Dionyſius mit ſchlauer Kunſt Hineingepflanzt, um ihn zu ſchwächen und Der Kraft und Luſt ihn zu berauben, jemals An dem Verfolger ſeines Vaters Rache Zu nehmen. Er verlangte ſtürmiſch Wein, Den Dion ihm zu reichen unterſagt— Die Wächter, des Verbotes eingedenk,

