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Mit Dionyſius die Götter dir
Den Sieg verlieh'n: da meint ich tadelnd, ſie
Vertheile ihre mütterliche und
Verwandtſchaftliche Liebe ſehr ungleich:
Die Tochter, die an Dionyſius
Verehlicht, liebe fie bedeutend mehr
Als die, die Dion's Ehegattin iſt—
Das Schickſal ihres eignen Bruders geh'
Ihr nicht ſo ſehr zum Herzen wie das Schickſal
Des väterlichen Bruders ihrer Töchter.
Seitdem verfolgt ſie mich auf alle Weiſe
Mit ihrem Haß, ſchwärzt meine Treue an
Und kann mir nicht verzeih'n, daß ich's gewagt,
Ihr dieſe Wahrheit in's Geſicht zu ſagen. Dion.
Das feindliche Geſchick, das mich verfolgt,
Und mein Gemüth vergällt, bewirkt es auch,
Daß meine Anverwandten meinem Feind
Bei weitem mehr gewogen find als mir.
— NRalippus. Dein Weib Arete liebt dich, edler Dion. Dion.
Mein armes Weib iſt auch die einz ge, die Mich wahrhaft liebt!
Ralippus.
Und deine Freunde auch!
Seleukus liebt dich minder nicht, und ich, Du weißt es, liebe dich mit gleicher Liebe.
Selen ku. Prüf meine Treue, edler Dion! Sandbank, Dion von Syrakus.

