GB

Zeptines.

Weh Dem Manne, der ein übergroßes Maß

Von dieſem himmliſchen Geſchenk empfing! Unglücklich iſt er rauh und düſter iſt Sein Lebenspfad auf Diſteln ſchreitet er, Wo Andre leichten Schritts auf Roſen wandeln. Sein eigner Schatten quält und ängſtigt ihn In ſeine Seele ſcheint kein Freudenſtrahl. Nur zum Vertrau'n geſellt die Freude ſich! Polyperchon. Doch dreimal weh dem Manne, der zu viel vertraut! Er iſt ein Spielball in der Böſen Hand, Die fein Vertrau'n mißbrauchen, um ihn ſelbſt Und durch ihn andre Menſchen zu verderben. Ein Werkzeug und ein Opfer des Betrugs, Bezahlt er die Vertrauens ſeligkeit Durch den Verluſt des Glaubens an die Menſchheit; Sein Leben endiget in Menſchenhaß. Leptines. Doch ſchlecht thut er, der ohne Grund mißtrau't. Volyperchon. Die Ahnung ſpricht nicht immer ohne Grund. Teptines. Erregt nur Ahnung den Verdacht in dir? Volyperchon. Ich leugne nicht, daß es nur Ahnung iſt. Leptines Des Mißtrau'ns Tochter iſt die Ahnung oft! Sie iſt ein dunkles, ſchädliches Gefühl,