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Soͤhnen und Nachfolgern Franz II. 1559- 60, Carl IX. 1560-74, Heinrich III. 1574- 8), gewann der Proteſtantismus immer zahlreichere Anhaͤnger, und veranlaßte beinahe unaufhoͤrliche Un— ruhen und Kriege. Was anfaͤnglich die reine Sache frommer Ueberzeugung geweſen, das ward bald unter den Haͤnden der Großen zu einer politiſchen PartheiAngelegenheit. Es war bei der koͤrperlichen und gel: ſtigen Schwaͤche der 3 letzten Valois beinahe mit Gewißheit vorauszuſehen, daß mit ihnen ihr Haus ausſterben würde, Neben ihnen hatten ſich damals die Guiſen, ein Nebenzweig der Lothringiſchen Fuͤrſten, erhoben, und beherrſchten das Reich bald in Verbindung mit der Koͤniginn Mutter, der abſcheulichen Catharina von Medicis, bald auch mit ihr entzweit. Eifrig für die Sache des Catholicismus eingenommen, verletzte es eben ſo ſehr ihre Ueberzeugung als ihren Ehrgeiz, daß das Haus Bourbon, die Abkoͤmmlinge eines juͤngern Sohnes Lud— wigs des IX., die naͤchſten Anſpruͤche auf den Thron hatten, und zugleich die erklaͤrten Haͤupter der Pro— teſtanten waren. Verſchwoͤrungen, Meuchelmord, Auf ruhr und haͤufige Kriege waren die Folgen dieſer Spannungen unter den letzten 3 Valois. Schon ließ die gegenſeitige Erſchoͤpfung einen dauerhaften Frieden hoffen: Heinrich von Bourbon, Koͤnig von Navarra, in der Folge Heinrich 1IV., damals das Haupt der Proteſtanten, ward zu einer dauernden Verſoͤhnung nach Paris gelockt; die Schweſter des Koͤnigs Carls des IX. ſollte feine Gemahlinn wer— den, und ward es; der Admiral von Coligny, ein

