422 Frankreich.
tengaͤnge verlieren oder auch nicht wieder Herausfin: den wuͤrde. Die Menſchenreſte bilden hier eine lange Mauer, bald von kuͤnſtlich zuſammengeſtellten Gebeinen, bald von hohlen Schädeln. An einer Stelle finder man eine hohe Vermaurung, welche die Opfer der ſchrecklichen Septembertage verbirgt, die man hler der Verweſung zum Naube hinwarf. Unter den 74 offentlichen Plaͤtzen iſt bemerkenswerth: der Vendmeplatz mit der 15575 Fuß hohen, 12 Zuß im Durchmeſſer haltenden Saͤule, die nach der Roͤmiſchen des Trajan, von Napo— leon errichtet, und aus 425 in Deutſchland erober— ten Kanonen gegoſſen iſt; das Viereck des Fußgeſtells umgiebt an jeder Seite ein emporſtrebender Adler; an der Säule winden ſich ſpiralmaͤßig 425 Basreliefs hinab, welche die Siege der Franz. Heere bis zur Schlacht von Auſterlitz 1805 darſtellen, und unter jedem einzelnen Basrelief den Gegenſtand naͤher bezeichnen. Bis 1814 fand. auf der Höhe Napoleons Standbild; jetzt weht uͤber der Kuppel die weiße Friedensfahne, und um ſie laͤuft eine Galerie, zu der man auf einer engen Treppe im Innern der Säule gelangt, und von der man einen ſchoͤnen Ueberblick dieſes Theils von Paris genießt. Der bereits erwahnte Carouſſelplatz iſt mit den ſchoͤnſten Pallaͤſten umgeben; der Platz Chatelet hat einen ſchoͤnen Springbrunnen, der Platz Dauphine ; ein einfaches und geſchmackvolles Denkmal des Ge— w nerals Deſaix. Der Platz Ludwigs XM, eis nige Zeit der Revolutions und Eintrachtsplatz ge nannt, iſt 130 Toiſen lang und 105 breit und hat

