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Dep. des Puy de Dome. 411
uͤbrigen Berge, hier gewoͤhnlich Puys genannt, ſind zwar minder hoch, aber meiſtens eben ſo rauh und wild. Gewaͤſſer: der Allier, die Dore, Sioule, Couze, Dolore, Veyre; mehrere kleine Bergſeen und zahlreiche Mineralwaſſer. Auf und an den Gebirgen iſt das Clima rauh und unfreundlich, in den Thaͤlern milde und angenehm, doch herrſcht im Sommer eine brennende Hitze, und im Winter wird es zuweilen ſehr kalt; fuͤrchterliche Gewitter und Hagel; ſchauer entladen ſich zuweilen uͤber die Thaͤler. Unter den übrigens katholiſchen Einwohnern gibt es viele Re— formirte, doch ohne oͤffentlichen Gottesdienſt. Es kom— men auf die M. 3523 Bewohner. Det Ackerbau wird, anßer in dem Thale Limagne, wo man die Be— ſtellung beſſer verſteht, nur mittelmaͤßig betrieben. Wein wird zwar ſtark rultivirt, iſt aber nur mittel— maͤßig. Vieles und gutes Obſt, Caſtanien, wichtig als Brotſurrogat, und Nuͤſſe, woraus eine Menge Nußoͤhl geſchlagen wird. Die Viehzucht iſt anſehnlich. Der Bergbau geht auf Eiſen(5000 Ctr.), Stein— kohlen(240,000 Ctr.) und Spiesglanz; auch bricht man Marmor, Bau; und Muͤhlſteine. So lebhaft und ausgebreitet der Kunſtfleiß auch iſt, ſo iſt derſelbe doch nicht im Stande, die ſtarke Volksmenge zu ernaͤhren, und viele Einwohner verdingen ſich eine Zeit im Jahre zu Arbeiten in andern Provinzen. Ausfuhr: etwas Korn, vieler Hanf, Vleh, Wolle, Butter, Kaͤſe, Talg, Leder, Bauholz, Bretter, wollne und baumwollne Zeuge, Papier, Quinkailleriewaaren, Meſſer, Scheren, Antimonium, Muͤhlſteine. Die Pros vinz, welche 4 Deputirte zur Kammer ſendet, ent—
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