Dep. des Cantal. 415
ſonders gegen die Mitte ſich haͤufen, indem ſich der Auvergner Gebtrgskamm, wozu auch der Cantal gehört, hindurch zieht. Der Boden iſt meiſtens ſtei— nig und duͤrftig, beſſer zu Viehweiden als Ackerfeldern geeignet. Fluͤſſe: die Truyere, Rue, Alag— non, Cer, Marone, Rane, die zum Theil vom Cantal herabſtroͤmen. Das Clima iſt rauher, als man im mittlern Frankreich erwarten ſollte, die Berge ſind gewoͤhnlich 6 bis 7 Monate hindurch mit Schnee bedeckt; die Luft iſt rein und geſund. Die Einwoh— ner, wovon auf die M. 2360 Individuen kommen, beſtehen bloß aus Katholiken. Die Viehzucht iſt Haupt? erwerb; man zieht recht gute Pferde, ſehr vieles Rind— vieh, Schafe und Ziegen. Der Ackerbau liefert das noͤthige Korn nicht. Ein eigentlicher Bergbau findet nicht Statt, aber es gibt viele Kupferhammer und eine Menge Schieferbruͤche. Die Fabrikgewerbe be ſtehen vorzüglich in der Leinweberei, Spitzenkloͤppelei, Gaͤrberei, Papierfabrikation und Kupferarbeiten. Viele Einwohner ſuchen auswaͤrts einen Verdienſt, den ſie im Lande nicht finden koͤnnen. Ausfuhr: Vieh, Pferde, Kaͤſe, Butter, Wolle, Nußoͤhl, Spitzen Papier, Spielkarten, Leder, Glas, Schiefer. Die Provinz, welche 3 Deputirte zur Kammer wählt, zerfällt in 4 Bes zirke mit 23 Kantonen und 270 Gemeinden.— Städte:
Aurillae(Br. 440 55. 10“, L. 200 7), Hptſt. des Dep. am Jourdanne, 66; M. von Paris. Eine ziemlich gut gebaute Stadt, welche 1 Schloß auf einem hohen Felſen, 9 Kirchen, 1600 H. u. 10,350 E. zaͤhlt. Handelsgericht. Manufactur in Etamin, Tapeten, Spitzen und Haarſieben; in der Nähe 3 Kupfer:

