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. Dep. des Gard. 423
Getreide, Wein und Del reichen Ebene, 101 M. von Paris. Dieſe jetzt mittelmäßige, nur zum Theil gutgebaute Stadt hatte im Alterthume einen viel hedeutenderen Umfang, und war mit mehreren herr— lichen Werken der Baukunſt geziert, wovon man jetzt noch die Ruinen ſieht. Unter dem Kaiſer Au: guſt ward ſie zum Rang einer Roͤmiſchen Colonie erhoben. Unter den noch zum Theil erhaltenen Al terthuümern ſind die bedeutendſten: la tour magne (der große Thurm), jetzt außerhelb der Stadtmau— ern, ſeine Beſtimmung und das Zeitalter ſeiner Er— bauung find ungewiß. Er hatte mehrere Stockwerke und iſt noch jetzt 15 Klafter hoch. La maison Carré(das viereckige Haus), ein zur Zeit Aug uſts errichteter Tempel mit herrlichen Saͤulen, der in der Folge zu einer Kirche eingerichtet und daher erhal: ten worden iſt. Der ſogenannte Dianentempel au: ßerhalb der jetzigen Stadtmauern. Das Amphitheater(les arénes) endlich innerhalb der Stadt: dieß herrliche Gebaͤude, wahrſcheinlich aus den Zeiten Hadrians, konnte 20,000 Zuſchauer faſſen, auswendig war es von 2 Reihen Bogengaͤngen uͤber einan— der umgeben, und iſt von ungeheuern Werkſtuͤcken ſo feſt erbaut, daß, ob es gleich in einer Reihe von Jahrhunderten Häufig als Feſtung benutzt, belagert, zum Theil abgebrochen, dann wieder der innere Naum mit elenden Haͤuſern ausgebaut worden, es dennoch jetzt, wo es unter Napoleon aufgeräumt worden if, zu den ſchoͤnſten Ueberbleibſeln Noͤmiſcher Baukunſt ges hört. Um die Stadt mit gutem Waſſer zu verſehen, ward in einer unbekannten Zeit des Alterthums

