E

Einleitung. XI

ist ein mechanisches Gemenge von Quarz, Feld­spath und Glimmer, letzterer ein mechanisch einfaches Mineral, ersterer ungeschichtet und petrefactenlos, letzterer geschichtet und häufig petrefactenführend, ersterer gewöhnlich schwer verwiltternd, letzterer ällmählig durch Wasser auf­lösbar. Durch diesen Gegensatz erhalten wir die Basis zweier Hauptparteien, die wir auch in der Folge bei den zusammengesetzten Gesteinsarten festhalten werden und die auch in unserer Karte deutlich abgegrenzt sind, nämlich auf der einen Seite das Kalk- oder Flyschgebirg und auf der andern das M SS eng gebirg oder das sogenannte Urgebirg Der reine Kalk findet sich gewöhnlich stellen­weise im Kalkgebirge als stockartige Einlagerungen in der eigentlichen Gebirgsmasse, die Professor Studer mit dem Namen Flysch bezeichnet hat. Der Flysch ist ein für das Auge homogenes Ge­stein und stimmt somit noch mit dem Kalke über­ein. Es besteht aus kohlensaurem Kalk, Thon­erde und Kieselerde(Quarz). Die Adern, die dasselbe durchziehen, bestehen aus Quarz, Was beim reinen Kalk nat ürlich nicht der Fall ist. Je nachdem der eine oder zwei dieser Bestandtheile vorherrschem, erhält das Gestein eine grössere oder geringere Festigkeit und wird somit auch der Einwirkung der atmosphärischen Einflüsse mehr oder weniger Widerstand entgegensetzen. Ent­hält der Flysch vielen Quarz und Kalk, so wird er dadurch zu einem kieselreichen Kalkschiefer, der wegen seiner Festigkeit als Baustein gut zu gebrauchen ist. Herrscht hingegen mehr der Thon vor, so wird der Flysch zu einem weichen Thon­schiefer, wie er sich z. B. in den Glarner Schiefer­tafeln zeigt. Er kann sogar noch weicher werden und ist dann ein ganz mürbes Gestein, das sich zwischen den Fingern zerreiben und vom Wasser leicht wegspülen lässt. In diesem Zustande heisst man ihn Mergelschiefer.