Leguminosae Vicieae.

Blätter 5 9pasrig geſiedert. Blumen schön purpurroth. Afterblättchen zu einem dem Blatt gegenüber stehenden verwachsen. Auf alpinen Weiden durch das ganze Alpen gebirge, ohne Unterschied der Formation. AR

Onobrychis.

Kelch fünfspaltig. Schiffchen schief gestutzt, länger als die Flügel. Die Hülse besteht aus einer einzigen, nicht aufspringenden, einsamigen Arti­culation. Perennirende Kräuter mit rothen, trau­benständigen Blüthen und stachligen Früchten.

1. 0. Sativa Lam. Esparsette. Stengel unten an­steigend, e. 2 Fuss. Kelchzähne um die Hälfte kürzer als das Schiffchen. Fin vielverbreitetes, bis in die höch­sten Alpenweiden steigendes Kraut, das sich besonders zur Anpflanzung auf trocknen Halden eignet.

2. O. arenaria De. Stengel aufliegend, 1 Fuss. Die Blumen sind um die Hälfte Kleiner als beim vorigen und blässer roth. Kelchzähne länger als Flügel. Auf trocknen sandigen Stellen von Unter-Wallis.

Dritte Zunft(Vicieae).

Hülse zweiklappig, nicht gegliedert. Samen­lappen dick, mehlig, mit gebogenem Würzelchen; sie stossen beim Keimen über die Erde hinauf. Kräuter mit gefiederten Blättern, die meistens an der Stelle des unpaarigen Endblättchens eine Spitze oder fadenförmige Ranke hat. Hieher gehören ausser den wild wachsenden Arten auch unsere Erbsen und die weniger angepflanzten Kichererbsen (Cicer arietinum).

Vioia.

Kelch fünfspaltig oder fünfzähnig. Griffel faden­förmig, unter der Spitze auf der vordern Seite queer bartig. Hülse 2 samig. Blattstiel in Ranken ausgehend. Kräuter mit einzeln stehenden oder traubig gestellten Blumen. Humuspflanzen.