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14 Hiſtoriſche Einleitung.

ſchrift übergab, worin um Milderung der Ketzer­edicte vorzüglich gebeten wurde. Der veraͤcht liche Name Guenx(Bettler), womit einer der koͤnigl. Raͤthe die Verbuͤndeten belegte, gab dem Namen Geu fen feinen: Urſprung, welcher ſich bald den Spaniern furchtbar machte. Es erfolgte in der That einige Erleichterung, die aber bei dem einmal aufgeregten Zuſtande der Gemuͤther die Sachen nur verſchlimmerte. An allen Orten ſtanden unter freiem Himmel Prediger auf, meiſt Leute aus dem niedrig: ſten Poͤbel, welche das Volk durch ihre wuͤthenden Reden gegen Papſtthum und Inquiſition immer mehr entflammten. Bald brachen einige Haufen des elen­deſten Geſindels in Artois und Flandern auf, ſtuͤrm­ten die Kirchen, und zerſtoͤrten alles, was Bilder und Statuen, oder Altargefaͤße und Zierrathen waren. Dieſe unſinnige Wuth der Bilderſtuͤrmer verbreitete ſich mit unglaublicher Schnelligkeit über alle Pro­vinzen, und uͤber 400 Kirchen wurden auf dieſe Art beraubt und geſchaͤndet. Solche unverzeihliche Schand thaten wurden dem Geuſenbunde verderblich: alle Katholiken und viele Proteſtanten ſelbſt entſagten einer Verbindung, der man die Veranlaſſung zu ſolchen Unthaten zur Laſt legen konnte, und die Stadt­halterinn hatte wenig Muͤhe, den raſenden Poͤbel zu uͤberwaͤltigen; indeß wurden, von Eg mont und Oranten heimlich beſchuͤtzt, doch nur wenige be­ſtraft. Alle Prediger aber mußten das Land ver; laſſen, und viele Tauſend Proteſtanten folgten ihnen, um den vorauszuſehenden Verfolgungen zu entgehen!.= Die Provinzen waren abermals beruhigt, und eine