332 Die Schweiz.

Greiers oder Gruykeres, St. am Fuße der hoͤheren Gebirge mit einem großen Schloſſe auf einem Huͤgel, einſt der Sitz der maͤchtigen Grafen von Greiers, welche ſich bis 1554 behaupteten. Man treibt ſtarken Handel mit Kaͤſen.

19 Der Canton Wall tis, oder das Walliſer Land, Franz. 10 Valais, hat auf 923 M. nur 62,800 E. katholiſcher Kirche. Das ganze Land beſteht aus dem großen von NO. nach SW. ſich ziehenden Rhonethal und vielen Neben­thaͤlern, und erſtreckt ſich vom Urſprung der Rhone, am Furka- und Galenſtock bis an den Senfer See; Die hoͤchſten Gebirge der Schweiz umgeben es an beiden Seiten, und nur am weſtlichen Ende bei St. Mau­rize iſt ein ebener Eingang. Eben daher vereinigt Wallis in ſich die Producte aller Climate, und das tiefe Rhonethat erzeugt die edelſten Weine und Suͤd­fruͤchte, wahrend die Gebirge von Glaͤttſchern ſtarren. Dieſe eingeſchloſſene Lage macht aber auch die Luft ungefund, und nirgend in der Schweiz findet man fo viele Fexen oder Kretins, als beſonders in Unter wallis. Zwei ganz verſchiedene Voͤlker bewohnen dieſes Land- im obern Theile ſind die Einwohner

Deuntſcher Abkunft, kraͤftig und bieder, im untern

Steh' ſtill, Helvetier, hier liegt das kuͤhne Heer, Vor welchem Luͤttich fiel, und Frankreichs Thron erbebte. Nicht unſrer Ahnen Zahl, nicht kuͤnſtliches Gewehr, Die Eintracht ſchlug den Feind, die ihren Arm belebte. Lernt, Brüder, eure Kraft, fie iſt in eurer Treu. Ach, würde ſie noch jetzt bei jedem Leſer neu!

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