502 Deutſchland. Preußen.

nach dem ihm folgenden Fahnentraͤger. Zunaͤchſt ne­ben ihm reiten die Prinzen Wilhelm(Bruder des Königs) und Auguſt, die Feldmarſchaͤlle Gneiſenau, York, Kleiſt und der General von Buͤlow, denen eine Reihe von Fahnentraͤgern folgt, hinter dieſen durch die angedeutete Pforte St. Martin das Mu­ſikchor als Anzeige der folgenden Truppen. Den Ge­neralen entgegen bewegt ſich die Gruppe der Siegess goͤttinn und der Quadrige von dem Brandenburger Thor(die bekanntlich 1814 zurückkehrte), auf Wal­zen von Arbeitern bewegt. An dem Pfeiler des Tho­res ſieht man einen Pariſer, der die an denſelben geheftete Abdankungsaete Napoleons lieſt, und einem gefangenen alten Gardiſten mit den Zeichen 20 jaͤh­riger Dienſtzeit. Im Hintergründe find. die Thuͤrme der Cathedrale Notre Dame, der Dom des Invali­denhauſes, die Saͤulen des Platzes Vendome und das Louvre. Dieſe Reliefs haben zwar nur 10 Zoll hohe Figuren, ſind aber reich an Erfindung und Motiven; jeder Kopf iſt characteriſtiſch, und individuell die Hal tung jeder Figur, die faſt alle wahre Bildniſſe finde Die Glieder des auf dem Sockel ruhenden Fußge­ſimſes ſind geſchmackvoll mit Zierrathen bekleidet. Der Wuͤrfel oder eigentliche Körper des Fußgeſtelles ent­haͤlt ebenfalls auf den 4 Seiten Bildwerke in erha­bener Arbeit. Auf der vordern Seite ſieht man eine ſchwebende Siegesgoͤttin, die ſymmetriſch nach vorn gewandt eine Tafel in den Haͤnden trägt, auf der man in vergoldeten Buchſtaben lieſt: Friedrich Wil­helm III. dem Feldmarschall Fürsten Blü­cher von Wahlstatt im lahre 1826. Auf der