963 IX. Das Großherzogthum Baden.

A. Hiſtoriſche Einleitung.

Die regierende Familie in Baden gehört zu den aͤlteſten Deutſchtn Geſchlechtern; fie leitet ihren Ur ſprung von den alten Herzogen der Alamannen im 7. und 8. Jahrh. her. Zuverlaͤſſig wird indeß dieſe Geſchlechtsfolge erſt mit Berthold, einem Grafen von Breisgau, im 11. Jahrh., welcher das Schloß Zaͤhringen erbaute, daher auch ſeine Familie den Na men der Zaͤhringer fuͤhrt, welche ſpaͤter den Titel Markgrafen von Baden annahmen, und viele in Schwaben, Helvetien und Burgund zerſtreute Guͤter beſaßen. Mancherlei Erbtheilungen zerſplitterten die Beſitzungen noch mehr, bis endlich 1527 die beiden Linien Baden-Baden und Baden-Durlach entſtanden. Bernhard III., der Stifter der Linie Baden-Ba den, welcher außer ſeinem Antheil an den Badenſchen Laͤndern auch die vom Erzherzog Philipp von Oeſt reich an ſeinen Vater Chriſtoph J., zur Belohnung feiner ihm geleiſteten Dienſte, geſchenkten Luxembur giſchen Lehnguͤter bekommen hatte, ſtarb 1537 und hinterließ 2 Söhne, Philibert und Chriſtoph II., wovon der erſte zu Baden, der andere zu Radenma chern in Luxemburg reſidirte, und eine Nebenlinie ſtiftete. Dieſe letztere folgte, wegen Erloͤſchung der Hauptlinie mit Philiberts Sohne, Philipp, im Jahr 1583 in der Regierung von Baden-Baden nach, und Eduard Fortunatus, der Sohn Ch ri ſtophs II., erhielt zu den väterlichen Luxemburgiſchen

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