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SHiſtoriſche Einleitung. 965
Kaiſerſtadt Wien 1683 entſetzen, und erfocht in Un— garn die glaͤnzendſten Siege über die Tuͤrken, ſondern nahm auch, zu Gunſten Oeſtreichs, den thaͤtigſten Antheil an dem Spaniſchen Erbfolgekriege, und trug zu dem glorreichen Ausgange der beruͤhmten Schlacht bei Hoͤchſtaͤdt bei. Ueberhaupt hatte er 26 Feldzuͤge gemacht, 25 Belagerungen eroͤffnet, und 13 Siege im offenen Felde erfochten. Er farb 1707 auf feinem neuerbauten prachtvollen Schloſſe zu Raſtadt. Unter ihm erwarb das Haus Baden die Feſtung Kehl und mehrere mittelbare Herrſchaften in Boͤhmen. Sein Sohn, Markgraf Ludwig Georg, war bei dem Tode ſeines Vaters 5 Jahr alt, daher er bis 1727 unter der Vormundſchaft feiner Mutter, des Kur fuͤrſten von der Pfalz und des Herzogs von Lothringen regierte, und dann erſt ſelbſt die Regierung antrat. Der langwierige Spaniſche Erbfolgekrieg, welcher fuͤr die ganze Markgrafſchaft Baden ſo verderblich war, erreichte waͤhrend ſeiner Regierung 1713 durch den Nadſtaͤdter Frieden feine Endſchaft. Nach einer mehr als 50jaͤhrigen Regierung farb 1761 diefer Mark; graf, ohne einen maͤnnlichen Nachkommen zu hinter— laſſen. Sein Bruder, Auguſt Georg, beſtieg dar her nach ihm den Thron, und regierte als ein Vater feine Unterthanen. Mit dem Haufe Baden⸗Durlach errichtete er 1769 den bekannten Erbvertrag, nach welchem auf den Fall des Abganges einer oder der andern Linie ihres Stammes, der Ueberbleibenden im Voraus die Huldigung von den Unterthanen in bei— den Laͤndern geleiſtet ward. Und da 1771 wirklich dieſer Fall eintrat, indem mit ihm die Baden⸗Baden

