Hiſtoriſche Einleitung. 11

dieſem Zwecke machte die Heirath ſeines Sohnes, Otto IL, mit der Griech. Prinzeſſinn Teophania, ſo wie den erneuerten ahnlichen Verſuchen des Letztern, die ungluͤckliche Schlacht bei Baſentello(980) ein Ende.

Vierte Periode, von Otto d. Gr. bis auf Gregors VII.(0/3) Herrſchaft der Duetſchen Koͤ­nige. Gegen den Einfluß der Grafen von Tusculum, die den abweſenden Kaiſer zu Rom vertreten wollten, verſuchte ein edler Römer, der Con ſul Creſcentius, Rom unter dem Scheine der alten Freiheit zu be herrſchen(980). Otto II., ſeit 973 Koͤnig, ließ, mit Erobernngsverſuchen auf Unteritalien beſchaͤftigt, deſſen ruhmvolle, den laſterhaften Paͤpſten(Bonifaz VII. und Johann XV.) fuͤrchterliche, Verwaltung unge; ſtoͤrt. Als Otto III., der ſeit 985 in Denutſchland herrſchte, feinen Vetter, Gregor V., zum Papſte er­hob, ließ Creſcentins dieſen verjagen und vom Volke Johann XVI., einen Griechen, waͤhlen; auch ſuchte er Rom zur Schein herrſchaft des Byzantiniſchen Throns zurückzuführen. Otto ſetzte jedoch Gregor wieder ein, belagerté den Creſcentius in der Engelsburg, nahm ihn gefangen und ließ ihn nebſt 12 andern Roͤmiſchen Großen enthaupten(998). Allein die Römer brachen immer wieder den dem Kaiſer geleiſteten Eid der Treue und gehorchten nur der Gewalt. Nach Ot tos III. Tode, 1002, hielten die Italiener ihre Ver­bindung mit dem Deutſchen Reiche für aufgelsſt; man waͤhlte zum König Harduin, Markgrafen v. Ivrea, der zu Pavia gekroͤnt wurde: Grund genug für Mat land, die Feindin Pavias, ſich gegen ihn für Hein rich JI.(in Italien J.) von Deutſchland zu erklaͤren.