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an Wiefen und Weiden: die Gartenfrüchte, die um die Stadt gebaut werden, ſind vorzüglich, und der Blumenhandel einträglich; man hat 6 Mahl- und Oelmühlen, 2 Ziegeleien und 1 Gipsbrennerei. Im Ganzen iſt C. keine theure Stadt, und alle Lebensbedürfniſſe, ſo wie die Miethe und das Holz wohlfeil. Es hat ein ſtehendes Theater, regelmäßige Concerte, Bälle, Maskeraden, 1 großes Eaſſino, 2 Logen und andere Eirkel; was aber E. vorzüglich anziehend macht, ſind ſeine reizenden Promenaden innerhalb den Mauern, die unter dem Berge belegene Aue mit ihrem Schloſſe, Marmorbade und ihren Faſanerien, die herrlichen Alleen, die alle Straßen um die Stadt begleiten, die ſchönen Gärten vor den Frankfurter=, Holländer- und Wilhelmshöher Thoren, wovon mehrere den öffentlichen Vergnügungen geweiht ſind, das Landhaus der Kurfürſtin bei Wehlheiden, nur e, das prächtige Wilhelmshöhe,.,, und Wilhelmsthal, 1 M. von der Stadt entfernt, das Eichwäldchen, das Fiſchhaus, das Tannenwäldchen u. ſ. w. B.(Geſch.), G. hieß im Mittelalter Ca fulu ra, Caſtle, Caſſele und leitet n. Ein. feinen Namen von CGastellum Gattorum, einer Römerfeſtung, her. Andere meinen wahrſcheinlicher, daß es von den Caſſuariern oder Gaſſen benannt ſei. Unbezweifelt kommt der Name GC. zuerſt in einer Urkunde Kaiſers Konrad J. i. J. 913 als Kloſter vor. 945 war C. ſchon eine Stadt, wo ein Streit zwiſchen Hermann von Schwaben und Konrad von Franken beigelegt wurde. Heinrich Raspe beſſerte im 12 Jahrh. das Schloß aus und fing die Stadt zu bauen an. 1239 beſtätigte Landgr. Heinrich Raspe der Jüngere von Thüringen den hieſigen Bürgern ihre Rechte und Gewohnheiten. 1247 wiederholte dies Heinrich von Brabant. Heinrich das Kind bauete zu Ende des 15. Jahrh. ein Schloß daſelbſt und ſchlug hier ſeinen Wohnſitz auf. Doch kam die Stadt erſt unter Heinrich dem Eiſernen und deſſen Sohn, Otto dem Schütz, nach 1330 in Aufnahme. Erſterer erweiterte C. und ſtiftete hier ein Domſtift. 1334 mußten der Herzog von Braunſchweig, der Markgraf von Meißen und die Bi— ſchöfe von Köln, Paderborn und Osnabrück eine Belagerung von C. aufheben. Landgraf Philipp der Grosmüthige erneuerte C's. Feſtungswerke und umwallte 1523 nachdem er die Reformation eingeführt hatte, das Schloß und 1526 die Stadt. Dennoch wurde C. bald darauf von K. V. ein: genommen und 154, geſchleift. Nach Philipps des Groß: müthigen Befreiung ſtellte er die Feſtungs werke wieder her, und Landgraf Wilhelm, ſein Sohn, fuhr hierin fort. Die

