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lichen Meinung und des Geſetzes beſtimmt hat, hat die Elemente, deren ſie ſich bedient, mit einer gött­lichen Gabe der Selhſtreinigung ausgerüſtet. Der Strom klärt ſich ſelbſt durch Ruhe und Zeit; die unreinen Be ſtandtheile löſen ſich ab, oder werden neutraliſtrt durch die geſunden. Nur Narren können die Werke eines großen Geiſtes unmoraliſch nennen. In der Literatur der ganzen Welt exiſtirt nicht ein populäres Buch, das unmoraliſch wäre, zwei Jahrhunderte nach ſeiner Ent­ſtehung. Denn im Herzen der Nationen leht das Falſche nicht ſo lang; und das Wahre iſt das Sittliche bis ans Ende der Zeit.

Vom literariſchen Zuſtand richtete Maltravers ſein begieriges und nachdenkliches Auge auf den politiſchen Zuſtand Frankreichs. Er war überraſcht durch die Aehnlichkeit, welche dieſe Nation ſo civiliſirt, ſo durchaus europäiſch in Einer Hinſicht mit den Deſpo­tieen des Orients hat; die Convulſtonen der Haupt­ſtadt entſcheiden über dafs Schickſal des Landes; Paris iſt die Tyrannin von Frankreich. Er erkannte in dieſer entzündlichen Concentration der Macht, welche immer mit großem Unheil ſchwanger gehen muß, eine der Urſachen, warum die Revolutionen dieſes mächtigen und gebildeten Volkes ſo unvollſtändig und unbefrtedi­gend bleiben warum, wie der Kardinal Fleury, Syſtem um Syſtem, Regierung um Rec ierung

loruit sine fructu, Deflornit sine luctu. Maltravers hetrachtete es als ein ſeltſames Beiſpiel

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