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SBeften; ſie dienen dazu, uns weiſer, beſſer, frömnner und geduldiger zu machen. Denn Alles, was eus der Hand des Herrn kommt, iſt gut, uns feinen Kindern ungemein heilſam. Wir wiſſen, ſagt der heilige Paulus, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Beſten gereichen. Wie wenige Men— ſchen denken in ihrem Leben recht an Gott, ſo erfreulich auch dieſer Gedanke uns Allen ſeyn muß! Wie wenige erinnern ſich an den heilſamen Willen ihres wohlwollenden Vaters im Himmel, ſo lange ſie Kräfte und Geſundheit in ihrem Körper verſpüren! Die Meiſten thun das, wozu ſie ihre Begierden, Neigungen und Leidenſchaften hinreißen, und bekümmern ſich ſelten darum, ob es auch fo recht vor Gott fen. Laſſen wir nun aber einen ſolchen Menſchen ſeine Kräfte verlieren, und auf das Krankenbett ſich legen, wie iſt da Alles ganz anders! Alles, was vorher für ihn Reitz hatte, verſchwindet vor feinen Augen; alle ſei— ne Begierden und Leidenſchaften werden zum Schweigen gebracht, und er ſieht ein, wie vergänglich und unbeſtändig alle Güter dieſer Erde ſind. Von dieſem Augenblicke an verliert Alles für ihn ſeinen Werth; jede Freude, jeder Vorzug iſt ihm nun nichts mehr, und er kann ſich nicht enthalten, zu denken:„Dieſe „Güter, nach denen du vorher ſo begierig warſt, die „deine ganze Glückſeligkeit auszumachen ſchienen, kön„nen dir weder deine Geſundheit und Kräfte verſchaf„fen, noch dich vor dem Tode und der Verweſung „bewahren.“ Der Geitzige, deſſen Herz kurz zuvor an ſeinem Gelde hing, lernet auf dem Krankenlager einſehen, daß ſeine Reichthümer nicht wahrhaft ſelig machen, und den Verluſt des guten Gewiſſens nicht erſetzen können; daß ſeine Glücksgüter nicht im Stande find, Eine Stunde lang ihm fein Leben zu verlängern,

