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ſicht, da er euch hier auf dieſes Lager geworfen hat. Hier habet ihr Zeit, über euch ſelbſt nachzudenken, euch zu prüfen, wie weit ihr im Chriſtenthume ges kommen ſeyd. Hier lernet ihr erſt den rechten und wahren Werth der Lehre Jeſu und einer ungehäu' chelten Frömmigkeit kennen, und lernet einſehen, welche Seligkeit ein gutes Gewiſſen jederzeit ſey, welche Macht zu tröſten es habe, und welche Schrecken, welches Elend ein Leben ohne Gott auf unſre Leidens: und letzten Lebensſtunden verbreite.
Hier auf dem Krankenbette, mein Lieber, werdet ihr daran erinnert, welchen großen Werth die Lehre Jeſu für uns Menſchen habe; wie ſehr wir uns beſtreben ſollten, ſie in ihrem ganzen Umfange zu erfüllen. Wie ſelten ſchäͤtzet der Menſch den Werth der Religion in ſeinen geſunden Tagen! Wie wenig empfindet man oft da die hohe Kraft des göttlichen Wortes! Wie ſelten erheben wir recht mit Andacht unſer Herz zu Gott, um uns mit ihm im Gebethe zu unterhalten! Aber dieſe Zeit eurer Krankheit läßt euch den oft verkannten Werth dieſes gött— lichen Unterrichtes wieder empfinden, und in ihm die unentbehrliche und nothwendige Quelle euers Troſtes ſchätzen. Alles Andere, worauf ihr ſonſt ſo große Hoffnung hattet, fällt dahin; und es bleibt euch zu euerm Troſte und eurer Erquickung nichts übrig, als die gnadenvollen Verheiſſungen:; Jeſus iſt das Lamm Gottes, welches hinweg nimmt die Sünden der Welt. Gott war in Chriſto, und verſoͤhnte die Menſchen mit ſich ſelbſt. Es wird im Himmel über einen Sünder, der Buße thut, mehr Freude ſeyn, als uͤber neun und neunzig Gerechte, die der Buße nicht bes

