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bet euch ja Eine Hoffnung noch übrig, die Hoffe nung naͤhmlich auf ein beſſeres Leben, das euch gewiß bevorſtehet, wenn ihr Glauben, Liebe und Ge— duld bis an's Ende behaltet. Nicht bloß die Freuden der Erde find vergänglich; es find es auch die Leis den. Keine eurer Laſten iſt eine ewige Laſt. Er, unſer Gott, nimmt ſie euch Alle auf immer ab. Blicket hin auf Jeſum Chriſtum, wie er litt, und höret ſein Siegeswort:„Es iſt vollbracht!“ alle Leiden alle Schmerzen waren vorüber; Seligkeit folgte auf ſie. Mit jedem Augenblicke, mit jedem neuen Schmerzen nähert ihr euch dieſer ſeligen Ewigkeit, ſie mag jetzt nahe oder fern ſeyn. Gott ſieht den Tag, die Stunde ſchon, wo ihr von allen Lei: den befreyet ſeyn werdet; und auch dieſe Leiden ſind ja ein Augenblick, ein Nichts gegen die unaufhörliche Glückſeligkeit jener Welt. Wie wenig find alle Widerwärtigkeiten mit der Herrlichkeit zu vergleichen, die Gott einſt an uns offenbaren will! Unſere Truͤbſal, ſpricht Paulus, die zeitlich iſt, ſchaffet uns eine ewige, über alle Vorſtellung wichtige Herrlich keit; uns, die wir nicht ſehen auf das Sicht bare, ſondern auf das Unſichtbare. Denn was ſichtbar iſt, das iſt zeitlich(oon kurzer Dauer), was aber unſichtbar iſt, das iſt ewig. Hin alſo zur Ewigkeit laſſet eure Blicke gerichtet ſeyn; dann wird euch die irdiſche Trübſal nur zeitlich und leicht dünken.
Gott laſſe dieſe Betrachtung an eurer Seele geſegnet ſeyn, mein Lieber. Er gebe euch Kraft des Leibes und Geiſtes zu Allem dem, was das Heil eurer Seele erfordert, und ſchaffe ſelbſt in euch, was vor ihm gefällig iſt, durch Jeſum Chriſtum unſern Herrn.

