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In diesem Augenblicke rannte ihn Caro, Adelens getreuer Hund, beinahe um; er lief die Treppe hinauf, kehrte wieder zurück und blieb vor Sivic stehen. Diesem fuhr ein Gedanke durch den Kopf; er zog das Billet hervor, trat zu einer Gaslaterne, entfaltete das Papier und schrieb mit Bleistift einige Worte darauf, legte es wieder zusammen, rief den Hund zu sich und befestigte ihm mit der Schnur seiner Uhr das Billet um den Hals, so daß dasselbe unter den Haaren beinahe verborgen war; dann streichelte er das Thier und ließ es los. Sobald Caro sich frei sah, war er in einige>l großen Sätzen dem Auge Sivic' entschwunden.
Wieder blieb dieser rath- und thatlos stehen, aber nur einen Augenblick, daun schlug er schnellen Schrittes die Richtung ein, die der Hund genommen. Ohne viele Bermuthungen errieth er, daß Adele durch Müller entführt worden sei; er hatte ihm ja eine empfindliche Rache ge- drohet und empfindlicher, teuflischer konnte dieselbe nicht sein. Ein eisiger Schauer überfiel ihn bei dem Gedanken, daß Adele sich in diesem Augenblicke vielleicht unter den Händen des Unholds krümmte, daß ihre Hilferufe, ihr Ber- zweiflungsschreie ungehört verhallen. Einem Rasenden gleich rannte er durch die Stadt, horchte bei jedem abgelegenen oder einsam stehenden Hause, doch umsonst, von Adele und ihrem Hund war keine Spur zu finden. Es nahete der Morgen, er forschte noch immer unermüdet, endlich brach er erschöpft unter einem Baume hinter der Schießstätte zusammen, wo er seine letzten Nachforschungen gehalten. —
Eilftes Capitel.
Fatale Situationen.
Es war bereits finstere Nacht, als Adele von der Betäubung erwachte, in die sie vor Schrecken gefallen war. Sie tappte im Zimmer umher, um sich zu orientiren, denn das Trostlose und Schreckliche ihrer Lage trat ihr sofort vor
