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diejenigen Caziken oder ihre Unterthanen gefangen nach
Spanien zu schicken, die bei dem Tode irgend eine» Colo- j
nisten implicirt seyen, welches von v'elen der tüchtigsten Juristen und Theologen Spaniens als ein zureichender i
Grund angesehen werde, um dieselben als Sklaven zu ver- i
kaufen. Mit der Rückkehr der Caravelen sandte der Ade- i
lantado dreihundert Indianer und drei Caziken als Gefan- !
gene ab, und diese bildeten die unselige Schiffsladung, über s
welche Ninjo ein so einfältiges Rühmen erhoben hatte, als ;
seye» seine Schiffe mit Schätzen beladen, welche» dem Co- lumbu» so viele Kränkungen, getäuschte Erwartungen und Aufschub zugezogen hatte.
Nachdem also der Adelantado mit dieser Schiffssendung einen neuen Borrath von Lebensmitteln erhalten hatte, kehrte er zu dem Fort St. Christoval zurück und ging von da nach dem Ozema, um einen tauglichen Platz für den zu errichtenden Seehafen auszusuchen. Er wählte das östliche Ufer eines natürlichen Hafens in der Mündung des Fluffes- Es war leicht zu befahren, von hinlänglicher Breite und gutem Ankergrund. Der Fluß ergoß sich durch ein schönes und fruchtbares Land; seine Wasser waren rein und gesund, und mit Fischen wohl versehen, die Ufer mit Bäumen bedeckt, welche die herrlichen Früchte der Insel anboten, so daß man beim Dahinfahrcn Früchte und Blüthen mit der Hand von den Zweigen brechen konnte, die den Strom überhingen. *) Diese entzückende Umgebung war der S'tz
') keter IVIart/r «koe. i. l. V. Jrving's Cvlumbus» 4—L.
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