Vorrede.

^)ch habe eS jeder Zeit für eine heilige Pflicht deS Schriftstellers ge­halten, auf die Stimme des Publicums, dem er seine. Bemühungen weihet, aufmerksam zu achten. Ich habe mich auch jeder Zeit eifrigst bestrebt, den Wünschen desselben, wo nicht zuvorzukommen, doch we­nigsten- zu begegnen. Was ich in dieser Absicht geleistet habe, ist zu bekannt, als daß ich es nöthig finden sollte, mich hier darauf zu beru­fen. Allein, ich sehe ganz klar, daß sich, in Beziehung auf das gegen­wärtige Merk, die Wünsche meines Publicums in mehr als einem Puncte durchkreutzen.

Die wider alle Erwartung eingetretenen ungünstigen Verhältnisse eines Theils meiner Leser haben sie außer Stand gesetzt, die Kosten ei­ner längeren Fortsetzung zu bestreiten, während die andern dieselbe mit Heftigkeit wünschen. Die Einrichtung des Textes, und insbesondere die philosophischen und ästhetischen Einstreuungen haben mir von vielen Sei­ten nicht allein Beyfall, sondern auch Freunde gewonnen. Und waS könnt' ich mir Schöneres und Besseres wünschen? Allein auf der andern Seite gab es doch auch Mehrere, die daran kein Behagen fan­den , und die nichts weiter als reine botanische Beobachtungen hier fin­den wollten.

Ohne mich in Untersuchungen über Recht oder Unrecht einzulassen, will ich vielmehr ein Mittel ergreifen, um den Ansprüchen beyderseiti- ger Parteyen, so viel an mir liegt, Genüge zu leisten.