Vorwort zur achten Auflage.

Der „schweizerische Briefsteller" des sel. Herrn H. Meili hat schon in seiner ersten Auftage offenbar ein Bedürfnis; des Volkes befriedigt; dies beweisen die wiederholten Auflagen des Buches, die dasselbe seit vierzig Jahren erlebt hat. Freilich hat auch die Verlagshandlung darauf Bedacht genommen, bei jeder neuen Auflage den Brief­steller zu vervollkommnen und ihn den neuern Verhält­nissen anzupassen. Die Bearbeitung der gegenwärtigen (achten) Auflage hat sie mir übertragen, und es liegt mir nun ob, darüber Rechenschaft zu geben.

Meili's Briefsteller hat darin seine wichtigste Eigen- thümlichkeit, daß er offenbar für einen gewissen Theil der Bevölkerung bestimmt ist, und es ist nicht schwer, aus dem Inhalte desselben zu erkennen, daß Meili ursprüng­lich den eigentlichen Mittelstand im Auge gehabt hat, nämlich den Handwerker, den Krämer, den strebsamen Landmann u. dgl. Zugleich hat derselbe auch der reiferen Jugend des Mittelstandes eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet, und ihr durch seine Jugendbriefe einen wesent­lichen Dienst geleistet. Diese doppelte Bestimmung des '